Chronik der Zentralkläranlage Ingolstadt

1969 gründeten die Stadt Ingolstadt und die Abwasserbeseitigungsgruppe Ingolstadt Nord einen Zweckverband mit dem Ziel, gemeinsam eine Kläranlage zu bauen und zu betreiben.
Nach nur dreijähriger Bauzeit ging 1972 die Zentralkläranlage Ingolstadt in Betrieb.

1983

Da die Anforderungen an die Reinigungsleistung kontinuierlich stiegen, erfolgte zehn Jahre später eine Erweiterung: Im November 1983 wurde eine zweite biologische Reinigungsstufe in Betrieb genommen.

1992

wurde dann eine Anlage zur Phosphatfällung errichtet, da im Januar 1991 gesetzliche Grenzwerte für die Nährstoffe Phosphor und Stickstoff eingeführt wurden. Dabei wurde 1997 die vorgeschaltete Denitrifikationsstufe eingebaut.

2003

Einige Jahre später mussten zusätzliche Umbauund Erweiterungsmaßnahmen zur weiteren Eliminrung von Stickstoff erfolgen. Grund dafür war, dass sich inzwischen die Zulaufbelastung zur Kläranlage gesteigert hatte und die seit August 2003 geltende Ablaufanforderung hinsichtlich Gesamtstickstoff von 13 mg/l nicht mehr gesichert eingehalten werden konnte. Der Umbau erfolgte vor allem im Bereich der Vorklärung und der Hochlastbelebung der ersten biologischen Stufe. Dabei wurden zwei zusätzliche Belebungsbecken gebaut. Die bereits vorhandenen Becken wurden bestmöglich verwendet und für neue verfahrenstechnische Aufgaben umfunktioniert.

Mit all diesen durchgeführten Maßnahmen wurde die Ausbaugröße der Zentralkläranlage Ingolstadt von 235.000 Einwohnerwerten auf 275.000 Einwohnerwerte gesteigert. Heute fließt das Abwasser aus mehr als 590 Kilometern städtischer Kanäle zu. Der Zulauf aus den südlich der Donau gelegenen Ortsteilen in den nördlich der Donau verlaufenden Hauptsammler erfolgt durch zwei Dükerbauwerke mit den dazugehörigen Pumpwerken. Das zweite Zweckverbandsmitglied betreibt ein Kanalsystem von weiteren 290 Kilometern. Mit über einer Million Kubikmeter Abwasser jährlich ist AUDI der größte Industriebetrieb der Region und auch der größte Einzeleinleiter.